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Wildkatze muss wieder heimisch werden

Das Lebensministerium präsentierte im Rahmen der Artenschutzkampagne „vielfaltleben“ den Aktionsplan Wildkatze, der diesem seltenen Tier dazu verhelfen soll, in Österreich wieder eine Heimat zu finden.
Seit den 60er Jahren kommt die Europäische Wildkatze nur noch vereinzelt aus den Nachbarländern nach Österreich, hierzulande gilt sie als ausgestorben bzw. verschollen. „Mit dem Aktionsplan Wildkatze haben wir gezielte Strategien festgelegt, um die scheue Waldbewohnerin in Österreich wieder heimisch zu machen. Es ist eine beispielhafte Aktion, bei der der NATURSCHUTZBUND, das Bundesministerium, die Jägerschaft sowie zahlreiche weitere Organisationen ganz eng zusammenarbeiten, um Maßnahmen für die biologische Vielfalt Österreichs umzusetzen. Die Wildkatze hat ursprünglich zur heimischen Fauna gehört und ist daher auch eine der 21 Leitarten meiner Kampagne ‚vielfaltleben’“, erklärte Umweltminister Niki Berlakovich anlässlich der Pressekonferenz in Wien.

Ist die aktuelle Verbreitung der Wildkatze bekannt, gilt es in weiterer Folge, geeignete Lebensräume zu erhalten sowie die Gefährdungsursachen zu verringern. „Der Aktionsplan weist die Verbesserung der Lebensräume und ihre Vernetzung als vordringlichstes Ziel aus. Wir sind sehr froh über die wichtige Unterstützung der Jägerschaft“, so NATURSCHUTZBUND-Präsident Eberhard Stüber.

Gefährdungsursachen für die Wildkatze

Die Wildkatze ist eine typische Waldbewohnerin. Sie lebt als Einzelgängerin und ernährt sich zum überwiegenden Teil von Wühlmäusen. Durch die Verfolgung des Menschen aufgrund von Geschichten und Gerüchten über die „gefährliche“ Katze wurde das scheue Tier an den Rand der Ausrottung gebracht. Derzeit gibt es einzelne Nachweise der Wildkatze aus dem Nationalpark Thayatal sowie der Steiermark und dem südlichen Kärnten.

Heute bilden die Zerstörung ihres Lebensraumes, die Verinselung geeigneter Habitate, die Verluste an Straßen sowie der Fang und Abschuss bei Verwechslung mit Hauskatzen die größten Gefährdungsursachen. Auch Krankheiten spielen eine Rolle, denn Wildkatzen sind sehr anfällig für Krankheiten, die von Hauskatzen übertragen werden.

Die von Umweltminister Niki Berlakovich ins Leben gerufene Kampagne vielfaltleben ist die bislang größte Artenschutzkampagne Österreichs und wird gemeinsam mit NATURSCHUTZBUND, WWF und BirdLife bis Ende 2010 durchgeführt.
Quelle Naturschutzbund
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