HOME
Tagesteller Haus&Brunner
Österreich
meine Region
meine Gemeinde
Nachrichten
 
Traiskirchen

Kindergarten-Schließtage in den Sommerferien nicht mehr zeitgemäß

Sommerferien bedeuten für Eltern vielfach Herausforderungen, um entsprechende Betreuungsstrukturen für ihre Kinder auf die Beine zu stellen. In Niederösterreich schließt der Kindergarten im Sommer für drei Wochen, eine Regelung die per Landesgesetz so vorgesehen ist.
„Einfach nicht mehr zeitgemäß“, ortet Bürgermeister Andreas Babler eine grobe Unvereinbarkeit zwischen den Schließtagen der Kindergärten und Berufstätigkeit der Eltern, die zu Lasten der Familien gehen. „Betreuungsdefizite können nicht 1:1 auf Familien übertragen werden. Das Land muss hier Verantwortung in seinem Bereich übernehmen und für eine durchgehende Kleinkind-Betreuung sorgen.“

Die Lebensrealitäten von Familien haben sich in den letzten Jahren stark verändert. „Auf das Konzept von Oma und Opa als Betreuungssystem für Engpässe können nur die Wenigsten zurückgreifen. Die Vereinbarkeit von Familie und Beruf ist immer noch ein starkes Indiz für die Fortschrittlichkeit einer Gesellschaft.“ Gerade Familien mit mehreren kleinen Kindern kommen da schnell ins Trudeln. Manche Eltern müssen nahezu ihren gesamten Jahresurlaub opfern, damit immer jemand bei den Kindern ist.

„Die Mängel in der Betreuung werden in der Sommerferienzeit immer besonders deutlich“, kritisiert Babler die vielen Schließtage. „Gemeinden sind mehr und mehr gefordert, bei einer umfassenden Ferienbetreuung und einem erlebnisreichen Aktivitäten-Programm einzuspringen. Mit der Aktion ‚Ferien zu Hause‘ und dem ‚Traiskirchner Ferienspiel‘ haben wir tolle und leistbare Angebote für die Vereinbarkeit von Familie und Beruf geschaffen, die dieses Vakuum kompensieren. In den Ausbau der Kinderbildungseinrichtungen zu investieren ist die wichtigste Zukunftsinvestition, die wir leisten müssen“, ist Babler überzeugt.
Quelle Stadtgemeinde Traiskirchen
Teilen    drucken senden zurück
BabyDay