
Der Unternehmer und vor allem Privatmensch kann das Leben wieder genießen
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Ebreichsdorf
Ein Stern am Sommerhimmel
Wir durften am 20.8.2006 in seinem traumhaften Garten über sein Leben reden. Den Politiker hat er an den Nagel gehängt. Ein smypathischer Mensch ist er geblieben.
Hier das damalige Gespräch:
„Porsche 911“ ist die Antwort auf seine Leidenschaft. Ein älterer Porsche steht auch unter dem neuem Car Bord in seinem Haus in Ebreichsdorf: „Aber schreibt´s das nicht, sonst glaubt jeder ich bin reich. Für meinen Traumporsche muss ich noch sehr viel arbeiten. Eigentlich bin ich sehr nervös, ich bin doch keine Persönlichkeit, ich bin Maler vom Beruf.“ Abgesehen davon, dass jeder Mensch eine Persönlichkeit ist, ist Andreas Wyhlidal nicht nur Malermeister in Ebreichsdorf, sondern auch Stadtparteiobmann der ÖVP. Den Maler hat er in den Genen. Seit drei Generationen sind sie Maler, die Wyhlidal´s.
Der eine Großvater (mütterlicherseits) ist ein waschechter Steirer aus Hieflau im Ennstal, einem 1.000 Seelendorf. Er spielt heute noch im Wirtshaus Karten und kann viel aus seinem Leben erzählen. Großvater Wyhlidal (der erste), Malermeister aus Breitenfurt baute sich später in Hieflau eine Jagdhütte. Sein Sohn, Wyhlidal der Zweite (eh klar auch ein Maler) lernte damals die fesche Steirerin aus dem Ennstal kennen, verliebte sich in sie, holte sie nach Niederösterreich und das Eheglück war perfekt. Andreas Wyhlidal (der Dritte) wurde dann 1973 in Mödling geboren.
Gelernt hat Andreas Wyhlidal in Baden, wo er seine Ausbildung in der Fachschule und Meisterschule mit dem Meisterbrief abgeschlossen hat. Danach arbeitete er im elterlichen Betrieb immerhin noch 10 Jahre lang und ist auch heute noch oft mit seinem Vater auf der Baustelle. Sein Vater ist übrigens Bootsfan und hat auch mittlerweile ein Motorboot in Kroatien. „Das ist jetzt sein Ausgleich, nachdem er vor etwa 10 Jahren beinahe vor Erschöpfung krank geworden wäre.“
Andreas Wyhlidal war schon immer ehrgeizig und machte sich dann 2002 selbstständig. Nach Ebreichsdorf zog er bereits 1996 „weil wir schon immer in den Süden von Wien ziehen wollten und ein Makler uns den Standort besonders ans Herz gelegt hat. Der A3 Anschluss und die damals beworbene Stronach Weltkugel waren die Argumente, aber vor allem, dass der Standort für uns leistbar war.“ Herr Wyhlidal hat noch einen Bruder (Jahrgang 1981) der Hubschrauberpilot beim Bundesheer ist. „sein Traum ging in Erfüllung, er hat schon mit 16 den Segelflugschein gemacht.“ Die Ausbildung hat Bruder Jürgen nach einer Selektion bei den Austrian Airlines gemacht.
1999 lernte der Malermeister aus Ebreichsdorf dann „seine“ Claudia kennen. Claudia ist Wienerin, Marketingmanagerin in der Pharmabranche und „immer unter Strom“. Diesen „Strom“ gleichen die Beiden mit Kurzurlauben in der alten Heimat, der Steiermark aus. „ Mountainbiken, Wandern und einfach Durchhängen hilft da schon sehr“. In die Politik kam Herr Wyhlidal durch sein Engagement beim damaligen Ebreichsdorfer Wirtschaftsstammtisch (dem jetzigen Wirtschaftsverein EWV). „Aus einer Idee wurde eine fixe Vorstellung. Ich war ja schon immer als Wirtschaftsbundmitglied nahe der ÖVP. Als ich dann gefragt wurde, ob ich mir auch ein politisches Amt vorstellen könnte, ging alles sehr schnell.“
Seit 2003 Parteimitglied der ÖVP, ist Herr Wyhlidal jetzt Stadtparteiobmann in Ebreichsdorf. „Anfangs als ´Zuagraster` nicht ganz einfach, aber ich kann mit allen reden und meine Ideologie hat mich dabei nie behindert.“ Dass er jemals ein echter Ebreichsdorfer wird, bezweifeln heute noch so Manche. Er hatte und hat große Vorbilder in der Stadtregierung. „Ich habe von den `Alten` viel lernen können und sie haben mich auch unterstützt.“ Er hat überhaupt viel Glück in seinem Leben erfahren dürfen, auch bei seinen Entscheidungen. „ich bin ein sehr gläubiger Mensch, vielleicht hat das mitgeholfen.“ Den Ein- Mann- Betrieb als Malermeister möchte er vorerst nicht verändern. „ Es gibt eine Lebensqualität, die ich nicht zerstören möchte. So wie es jetzt ist, passt alles.“
Alles? „ Na ja Kinder wären schon toll, aber da müssten wir unser Leben komplett verändern. Kinder brauchen viel Zeit und die muss man ihnen einfach geben. Da geht dann vieles nicht mehr so wie früher.“ Herr Wyhlidal glaubt aber an Lebensabschnitte und kann sich gemeinsam mit seiner Claudia auch das vorstellen. „Ich klammere nicht an Dingen, die einmal mein Leben ausgefüllt haben. Man muss auch Platz für Neues lassen.“ Wenn man Herrn Wyhlidal nach seiner Lebenseinstellung fragt: „ Ich bin eigentlich ein sehr bescheidener Mensch, so gar kein richtiger Politiker, aber ich glaube ich kann doch etwas bewegen, nicht durch Belehrung sondern durch Vorleben.“ Ein Freund von ihm hatte Krebs und diesen überlebt. Auch das hat Andreas Wyhlidal bewegt. „Ich habe seither keine Angst vor dem Tod, nur vor dem Leiden davor.“
„Ich bin sehr Familienbezogen und schätze den Rückhalt.“ Dass sein Glaube und die daraus resultierende Weltanschauung oft mitgeholfen haben, auch schwierige Situationen zu überstehen ist Tatsache. „Aber schreibt´s das nicht so, sonst glaubt jeder, dass ist eine Werbebotschaft der ÖVP.“ Als ehemaliger Tennisspieler, der wegen Rückenproblemen seine Leidenschaft aufgeben musste, ist er dennoch sehr sportlich. „Immer wenn es möglich ist, mache ich Bewegung.“ Als ob er nicht in seinem Job schon genug machen würde. „Am Anfang war es schon sehr kräfteraubend. Da durfte ich ja nur Fassaden streichen.“ Einer seiner Lieblingsschriftsteller ist Dan Brown, ein ehemaliger Englisch Lehrer aus Exeter, New Hampshire (USA). Sein Lieblingsbuch, das bekannteste Werk dieses Autors „Sakrileg“. „Da kann ich mich wirklich wegbeamen.“ Aber auch Spiritualität und Mythologie faszinieren ihn. „Griechische Sagen und überhaupt die Welt des Geheimnisvollen.“
Ich habe noch sehr lange mit Andreas Wyhlidal gesprochen und einen Menschen kennen gelernt, der einen neuen Typ ausstrahlt. Man nimmt ihm seine Natürlichkeit hundertprozentig ab und seine Bescheidenheit ist beispielhaft. Dennoch sind seine privaten und beruflichen Ziele klar formuliert und werden sicher irgendwann umgesetzt. Wann immer Herr Wyhlidal seine Familie gründet oder seine Porsche Sammlung erweitert, er wird immer am Boden bleiben. Diesen Eindruck habe ich gewonnen.
Michael Vukovits für JÖ-SCHAU
Hier das damalige Gespräch:
„Porsche 911“ ist die Antwort auf seine Leidenschaft. Ein älterer Porsche steht auch unter dem neuem Car Bord in seinem Haus in Ebreichsdorf: „Aber schreibt´s das nicht, sonst glaubt jeder ich bin reich. Für meinen Traumporsche muss ich noch sehr viel arbeiten. Eigentlich bin ich sehr nervös, ich bin doch keine Persönlichkeit, ich bin Maler vom Beruf.“ Abgesehen davon, dass jeder Mensch eine Persönlichkeit ist, ist Andreas Wyhlidal nicht nur Malermeister in Ebreichsdorf, sondern auch Stadtparteiobmann der ÖVP. Den Maler hat er in den Genen. Seit drei Generationen sind sie Maler, die Wyhlidal´s.
Der eine Großvater (mütterlicherseits) ist ein waschechter Steirer aus Hieflau im Ennstal, einem 1.000 Seelendorf. Er spielt heute noch im Wirtshaus Karten und kann viel aus seinem Leben erzählen. Großvater Wyhlidal (der erste), Malermeister aus Breitenfurt baute sich später in Hieflau eine Jagdhütte. Sein Sohn, Wyhlidal der Zweite (eh klar auch ein Maler) lernte damals die fesche Steirerin aus dem Ennstal kennen, verliebte sich in sie, holte sie nach Niederösterreich und das Eheglück war perfekt. Andreas Wyhlidal (der Dritte) wurde dann 1973 in Mödling geboren.
Gelernt hat Andreas Wyhlidal in Baden, wo er seine Ausbildung in der Fachschule und Meisterschule mit dem Meisterbrief abgeschlossen hat. Danach arbeitete er im elterlichen Betrieb immerhin noch 10 Jahre lang und ist auch heute noch oft mit seinem Vater auf der Baustelle. Sein Vater ist übrigens Bootsfan und hat auch mittlerweile ein Motorboot in Kroatien. „Das ist jetzt sein Ausgleich, nachdem er vor etwa 10 Jahren beinahe vor Erschöpfung krank geworden wäre.“
Andreas Wyhlidal war schon immer ehrgeizig und machte sich dann 2002 selbstständig. Nach Ebreichsdorf zog er bereits 1996 „weil wir schon immer in den Süden von Wien ziehen wollten und ein Makler uns den Standort besonders ans Herz gelegt hat. Der A3 Anschluss und die damals beworbene Stronach Weltkugel waren die Argumente, aber vor allem, dass der Standort für uns leistbar war.“ Herr Wyhlidal hat noch einen Bruder (Jahrgang 1981) der Hubschrauberpilot beim Bundesheer ist. „sein Traum ging in Erfüllung, er hat schon mit 16 den Segelflugschein gemacht.“ Die Ausbildung hat Bruder Jürgen nach einer Selektion bei den Austrian Airlines gemacht.
1999 lernte der Malermeister aus Ebreichsdorf dann „seine“ Claudia kennen. Claudia ist Wienerin, Marketingmanagerin in der Pharmabranche und „immer unter Strom“. Diesen „Strom“ gleichen die Beiden mit Kurzurlauben in der alten Heimat, der Steiermark aus. „ Mountainbiken, Wandern und einfach Durchhängen hilft da schon sehr“. In die Politik kam Herr Wyhlidal durch sein Engagement beim damaligen Ebreichsdorfer Wirtschaftsstammtisch (dem jetzigen Wirtschaftsverein EWV). „Aus einer Idee wurde eine fixe Vorstellung. Ich war ja schon immer als Wirtschaftsbundmitglied nahe der ÖVP. Als ich dann gefragt wurde, ob ich mir auch ein politisches Amt vorstellen könnte, ging alles sehr schnell.“
Seit 2003 Parteimitglied der ÖVP, ist Herr Wyhlidal jetzt Stadtparteiobmann in Ebreichsdorf. „Anfangs als ´Zuagraster` nicht ganz einfach, aber ich kann mit allen reden und meine Ideologie hat mich dabei nie behindert.“ Dass er jemals ein echter Ebreichsdorfer wird, bezweifeln heute noch so Manche. Er hatte und hat große Vorbilder in der Stadtregierung. „Ich habe von den `Alten` viel lernen können und sie haben mich auch unterstützt.“ Er hat überhaupt viel Glück in seinem Leben erfahren dürfen, auch bei seinen Entscheidungen. „ich bin ein sehr gläubiger Mensch, vielleicht hat das mitgeholfen.“ Den Ein- Mann- Betrieb als Malermeister möchte er vorerst nicht verändern. „ Es gibt eine Lebensqualität, die ich nicht zerstören möchte. So wie es jetzt ist, passt alles.“
Alles? „ Na ja Kinder wären schon toll, aber da müssten wir unser Leben komplett verändern. Kinder brauchen viel Zeit und die muss man ihnen einfach geben. Da geht dann vieles nicht mehr so wie früher.“ Herr Wyhlidal glaubt aber an Lebensabschnitte und kann sich gemeinsam mit seiner Claudia auch das vorstellen. „Ich klammere nicht an Dingen, die einmal mein Leben ausgefüllt haben. Man muss auch Platz für Neues lassen.“ Wenn man Herrn Wyhlidal nach seiner Lebenseinstellung fragt: „ Ich bin eigentlich ein sehr bescheidener Mensch, so gar kein richtiger Politiker, aber ich glaube ich kann doch etwas bewegen, nicht durch Belehrung sondern durch Vorleben.“ Ein Freund von ihm hatte Krebs und diesen überlebt. Auch das hat Andreas Wyhlidal bewegt. „Ich habe seither keine Angst vor dem Tod, nur vor dem Leiden davor.“
„Ich bin sehr Familienbezogen und schätze den Rückhalt.“ Dass sein Glaube und die daraus resultierende Weltanschauung oft mitgeholfen haben, auch schwierige Situationen zu überstehen ist Tatsache. „Aber schreibt´s das nicht so, sonst glaubt jeder, dass ist eine Werbebotschaft der ÖVP.“ Als ehemaliger Tennisspieler, der wegen Rückenproblemen seine Leidenschaft aufgeben musste, ist er dennoch sehr sportlich. „Immer wenn es möglich ist, mache ich Bewegung.“ Als ob er nicht in seinem Job schon genug machen würde. „Am Anfang war es schon sehr kräfteraubend. Da durfte ich ja nur Fassaden streichen.“ Einer seiner Lieblingsschriftsteller ist Dan Brown, ein ehemaliger Englisch Lehrer aus Exeter, New Hampshire (USA). Sein Lieblingsbuch, das bekannteste Werk dieses Autors „Sakrileg“. „Da kann ich mich wirklich wegbeamen.“ Aber auch Spiritualität und Mythologie faszinieren ihn. „Griechische Sagen und überhaupt die Welt des Geheimnisvollen.“
Ich habe noch sehr lange mit Andreas Wyhlidal gesprochen und einen Menschen kennen gelernt, der einen neuen Typ ausstrahlt. Man nimmt ihm seine Natürlichkeit hundertprozentig ab und seine Bescheidenheit ist beispielhaft. Dennoch sind seine privaten und beruflichen Ziele klar formuliert und werden sicher irgendwann umgesetzt. Wann immer Herr Wyhlidal seine Familie gründet oder seine Porsche Sammlung erweitert, er wird immer am Boden bleiben. Diesen Eindruck habe ich gewonnen.
Michael Vukovits für JÖ-SCHAU
Quelle Jö-Schau

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