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Am 23.12.2009 wurde Semperit zu Grabe getragen
  statt € 4.500,00 nur € 4.500,00
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Boykott gegen Conti-Produkte

Bereits 2002 hat der Reifenhersteller Continental die Reifenfertigung am Standort Traiskirchen beendet. Jetzt will man in Traiskirchen auch auf den Reifen verzichten und eine "Blacklist" erstellen.
Traiskirchens Bürgermeister Fritz Knotzer (SPÖ) hat eine interne Dienstanweisung verfasst,dass in Hinkunft bei Anschaffungen durch die Stadt bei gleicher Qualität auf Produkte von Continental oder Semperit verzichtet werden soll. Jahrzehntelang hatte Bürgermeister Fritz Knotzer gemeinsam mit anderen MitstreiterInnen und Medienkampagnen für die Erhaltung der Reifenproduktion und des Semperit Standorts gekämpft. Jetzt setzt Bürgermeister Knotzer bei den Beschaffungen auf andere Firmen.

"Es gibt keinen Grund mehr, deren Produkte zu bevorzugen. Continental ist mit uns als Stadt aber auch mit der Republik in der Vergangenheit nicht gut umgegangen. Der Fall Semperit ist ein Beispiel eines inhumanen ökonomischen Gesellschaftssystems, in dem die Profitinteressen einiger Weniger über dem Wohl der arbeitenden Menschen steht. Mehr noch: Auch die Republik Österreich zahlte noch ihre Zeche dazu. ", so Fritz Knotzer.

Zusätzlich hatte Conti für einen Kaufpreis von damals rund 440 Millionen Schilling im Jahr 1985, neben der Marke, den gesamten Vermögenswerten, einem Werk in Tschechien, eine Forschungs- und Entwicklungsabteilung auf hohem Niveau und alles in allem eine knappe Milliarde Schilling Förderung von der Republik erhalten", so Knotzer zur Firmengeschichte in Traiskirchen. 

Der SPÖ- Stadtparteivorsitzende von Traiskirchen, Andreas Babler, geht noch einen Schritt weiter: Er fordert heute die zuständigen Ministerien auf, dem Traiskirchner Beispiel von Bürgermeister Fritz Knotzer zu folgen und generell im österreichischen Bundesbeschaffungswesen eine "Schwarze Unternehmens-Liste" kurz "Black-List"anzulegen.

"Jene Betriebe, die ähnlich der Continental in Traiskirchen bundesweit agiert haben, sollten demnach zukünftig bei gleichwertiger Qualität anderer Anbieter keinerlei Aufträge seitens der Republik bzw. von öffentlichen Einrichtungen erhalten", erklärt Babler. Welche Unternehmen tatsächlich auf eine solche Liste gesetzt werden sollen, muss eine zu bildende Expertenkommission klären, die bestenfalls im Arbeitsministerium im ÖGB oder in der Arbeiterkammer gebildet werden müsste. Die Internetplattform , die die Forderung erhebt eine solche „Black-List“ Kommission ins Leben zu rufen, wird im Zuge einer Pressekonferenz Anfang nächster Woche präsentiert werden, so der Stadtparteivorsitzende abschließend.
Quelle Jö-Schau
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