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Seibersdorf

Atommülllager in Seibersdorf verlängert

Das Zwischenlager für Atommüll aus Österreich in Seibersdorf ist durch eine parlamentarische Anfrage der FPÖ zum Thema gemacht worden. Die Lagerung ist auf unbestimmte Zeit verlängert worden.
In ganz Europa gibt es noch kein Endlager, ein solches wird schon seit langem gesucht. Von Atommüll im Sinne des Abfalls von Kernkraftwerken, wie man ihn auch von den umkämpften Castor-Transporten kennt, sei aber in Seibersdorf ohnehin keine Rede, heißt es von Land und Bund.

Was in Seibersdorf lagert, ist nur sehr schwach strahlendes Material. Es stammt großteils aus Krankenhäusern, etwa von Röntgengeräten. Und es ist absolut gesichert, heißt es aus der Umweltabteilung der Landesregierung. Zwar sei die Masse groß , rund 5000 Tonnen, aber die Strahlung des Materials sei mit dem Abfall von Kernkraftwerken nicht vergleichbar und vollkommen abgeschirmt. Deshalb werde der Standort Seibersdorf auch beibehalten. Wenn dieses Zwischenlager aufgelöst werden würde, müsste das Material irgendwo anders hin gebracht werden, es sei also nur eine Verlagerung, so die weitere Argumentation. Denn ein Endlager gebe es noch nicht.

Die EU-Kommission sucht schon seit längerer Zeit ein Endlager für die radioaktiven Abfälle in Europa, ist aber noch nicht fündig geworden. Im Gespräch war auch ein Endlager in den Alpen, was aber für das österreichische Alpengebiet von Umweltminister Berlakovic abgelehnt wird.
Quelle orf | NÖ
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